Elektrisches Fliegen - die Zukunftsperspektive

Elektrisches Fliegen - die Zukunftsperspektive

Electric Flight
Meldungen 1/2025
vor
07.01.2025
Chinesischer Elektro-Viersitzer zunächst nur durch Chinas Luftfahrtbehörde CAAC zugelassen
Anfang 2025 gab die chinesische Zivilluftfahrtbehörde CAAC bekannt, das viersitzige Elektromotorflugzeug Ruixiang RX4E nach der CCAR-23 zugelassen zu haben. Die Zulassungsvorschrift entspräche der FAA Part 23, bzw. der europäischen EASA CS23. Fakt ist allerdings, dass bis heute noch kein Abgleich der unterschiedlichen Vorschriften erfolgt ist. Ruixiang, so heißt es, arbeite bereits seit 2019 an dem Flugzeugprojekt. Ruixiang hatte bereits 2024 sowohl seinen Zweisitzer als auch seinen Viersitzer auf der AERO gezeigt und präsentiert. Der Viersitzer RX4 wurde allerdings in einer Kolbenmotorvariante und Wasserstoffbetrieb gebracht. In diesem Jahr wolle man erneut die AERO beschicken. Es stellt sich dabei die Frage, ob es zu einem Kontakt zwischen beiden Behörden kommt. Auf dem Automobilsektor klappt die Zusammenarbeit bereits sehr gut. Die Angaben die der Hersteller zu seinem Flugzeug macht sind allerdings noch sehr dürftig. Das Flugzeug habe ein Abfluggewicht von 1260 kg und verfüge über eine elektrische Leistung von 140 kW.- Leider noch zu spärlich für westliche Kunden.
Foto: Ruixiang
Foto: Electrifly-In
07.01.2025
Die Schweizer Sirius Aviation wandert als Stellar Aircraft in die USA ab
Foto: Electrifly-In
Das Schweizer Startup Sirius Aviation unter Führung von CEO Alexey Popov hat seinen Firmensitz von Baar nach Delaware/USA verlegt. Gleich- zeitig hat man sich den neuen Namen Stellar Aircraft zugelegt. Das Entwicklungsunternehmen beabsichtigt ein eVTOL ähnlich wieLilium mit Im- pellern zu entwickeln. Doch bislang brillierte das Unternehmen eher nur mit großartigen Ankündigungen, die die zum Teil erflogenen Daten an- derer Hersteller weit in den Schatten stellen würden. Nach Darstellung von Popov habe man den Wandel vollzogen, um ins Herz der amerikani- schen Luftfahrtindustrie zu stoßen, um von dort aus besser an wichtige Kunden, Partner und Lieferanten leichter heranzukommen. Allerdings soll das Schweizer Büro auch weiterhin wichtiger Knotenpunkt zur Unterstützung globaler Operationen bleiben. Für Februar hat man einen in- novativen Wasserstofftank angekündigt. Man habe sorgfältig einen vertrauenswürdigen Auftragnehmer ausgewählt, um diese entscheidende Entwicklungsphase einzuleiten. Schon im Juni 2025 wolle man den fliegenden Demonstrator des Stellar Jet enthüllen. www.stellar-aircraft.com
Bild: Stellar Aircraft
Foto: Electrifly-In
08.01.2025
Südkoreas Industrie sucht Anschluss mit High-Tech eVTOLs
Foto: Electrifly-In
Vier Jahre nach der ersten Vorstellung auf der CES 2020 hat Supernal auf der diesjährigen Tech-Show in Las Vegas (7.-10.1.2025) sein erstes eVTOL-Flugzeugkonzept – S-A2 – vorgestellt. Das Flugzeug mit Pilot und vier Passagieren soll laut Supernal 2028 in Betrieb genommen werden. Dank der verteilten Antriebe, so der CTO von Hyundai Motor Group, werde Supernals eVTOL so leise wie eine Spülmaschine sein. Mit ähnlichen Attributen wartet nun auch eine weitere koreanische Firma auf. Vspace möchte neben den anderen Mitbewebern im K-Pavilion ernst genommen werden. Das Unternehmen hat sich ebenfalls auf die Herstellung eVTOL spezialisiert. Vspace eVTOLs sind darauf ausgelegt, Mobilitätslösungen für die letztens Kilometer für Güter und Passagiere zu unterstützen und positionieren das Unternehmen als führenden Anbieter nachhaltiger Lö- sungen für die städtische Luftmobilität. Die beiden wichtigen Muster sind die VS-300 und die VS-200. Kasachstan und die VAR sind erste Kun- den, nachdem das Unternehmen seine Fähigkeiten auf dem Air Taxi World Congress 2024 in London im Flug vorführte. www.vspace.com
Bild: Vspace
Foto: Electrifly-In
15.01.2025
Schweizer Viersitzer Smartflyer SFX1 auf dem Sprung in den Markt
Foto: Electrifly-In
Mehr im Stillen arbeitete der Swiss-Pilot Rolf Stuber an der Idee einer viersitzigen Einmot fortschrittlicher Prägung noch im Cockpit des Airbus. Aufgrund der seinerzeit nicht verfügbaren Batterien hoher Leistungsdichte wie heute, entstand vorab eine reine Hybrid-Variante, die über Puffer- batterien gespeist von einem Rotax-Flugmotor konstanten Strom an einen im Heckleitwerk sitzenden Elektromotor abgibt. Das hat den Vorteil, dass besonders zwei der vier Insassen eine Sicht wie aus einem Helikopter haben. Alles machbar aus heutiger Sicht, dank moderner Faserver- bundwerkstoffe. Wegen seiner Hauptjobs streckte sich das Projekt. Doch nun kurz vor dem geplanten Erstflug möchte Stuber nicht mehr alleine werkeln. Reine Batterie- und Brennstoffzellenvarianten sind angesagt. Er kann sich sogar eine Art Industriepartnerschaft vorstellen. Flugzeuge dieser Kategorie sind gefragt, denn noch haben die traditionelle Anbieter nichts Äquivalentes anzubieten. Solche Entwicklungen kosten Zeit. Es gibt keinen günstigeren Einstieg, der zu gleichen Preisen wie mit einem Verbrenner-Triebwerk machbar ist. www.smartflyer.ch
Foto: M.Jegerlehner
Foto: Electrifly-In
22.01.2025
Sonderbare 25 Millionen Euro für Batterieforschung aufgetaucht
Foto: Electrifly-In
Ausgerechnet der Bundeslandwirtschaftsminister Cem Özdemit hat nun im Namen des BMBF in seiner kurzeitigen Doppelfunktion 25 Millionen Euro in den verwinkelten Ecken des Forschungsministeriums entdeckt. Diese sollen unmittelbar freigegeben werden. Es ist offiziell die Rede von einer „Überbrückungsfinanzierung die Rede. Mit dem Geld sollen bewilligungsfähige Projekte zur Batterieforschung freigegeben werden. Die ehemalige Ministerin wusste scheinbar des Öfteren nicht, was in ihrem Ministerium so passiert. Der integere Minister kündigte an sofort alle vorliegenden bewilligungsfähigen Projekte in der Batterieforschung auf den Weg zu bringen. „Mit der Überbrückungsfinanzierung ermögli- chen wir Kontinuität in der Batterieforschung. Mit Mitteln des BMBF werden wir die dringendsten Projekte angehen“, so Özdemir weiter. „So senden wir ein Signal der Verlässlichkeit. Eine neue Regierung muss daran anknüpfen.“ Der im vergangenen Jahr zusammengestrichenen Batte- rieforschung misst Özdemir eine große Bedeutung zu. „Die Batterie ist der Schlüssel, um die Welt von morgen mitzugestalten.“ www.bmbf.de
Foto : MEET
Foto: Electrifly-In
22.01.2025
AERO 2025 punktet durch noch mehr Aussteller und über 200 Sonderveranstaltungen
Foto: Electrifly-In
Die 31. AERO vom 9. bis 12. April im Frühjahr spiegelt die gesamte Bandbreite der Allgemeinen Luftfahrt wider, vom Luftsportgerät bis zum Businessjet. Diese Mischung unterschiedlicher Bereiche der Luftfahrt ist auf einer Messe einzigartig und ist eine Stärke der AERO. Die Allge- meine Luftfahrt kann auf ein erfolgreiches Jahr zurückblicken und geht mit Optimismus in das neue Jahr. Der Bedarf an Cockpit-Nachwuchs bei Airlines und Luftfahrtunternehmen auf der ganzen Welt sorgt für eine gute Auslastung der Flugschulen und für einen hohen Bestelleingang bei den Herstellern von Schulflugzeugen. Aber auch die private Nachfrage nach ein- und zweimotorigen Reiseflugzeugen ist trotz aller Krisen global auf einem guten Niveau. Die Voraussetzungen für eine erfolgreiche AERO 2025 sind damit gegeben. Die Drohnen ziehen von Halle A2 in die Halle B4 um. Und Aussteller aus der Geschäftsluftfahrt werden in den Hallen A2, A3 sowie in dem erstmalig errichteten, spektakulären Business Avi ation Dome im Static Display optimale Bedingungen für ihre Produkt- und Dienstleistungspräsentationen vorfinden. www.aero-expo.com
Bild: fairnamic
Foto: Electrifly-In
Foto: Electrifly-In
Foto: H55
Foto: Electrifly-In
23.01.2025
Englisch-schweizerische Zusammenarbeit für Ausbau der Elektroluftfahrt
Foto: Electrifly-In
H55, Schweizer Spezialist für Antriebs- und Batterie-Managementsysteme arbeitet neuerdings mit dem englischen Pionier für Ladelösungen für Elektroflugzeuge. Mit einem Memorandum of Understanding (MOU) haben beide Firmen einen Vertrag unterzeichnet, um gemeinsam die Elektro- luftfahrt voranzutreiben. Durch die Kombination der Expertise von H55 in der Elektroluftfahrttechnologie mit den robusten Ladenetzen von Aero- volt wollen die beiden Unternehmen die Einführung nachhaltiger Luftfahrtlösungen weltweit beschleunigen. Die Zusammenarbeit konzentriert sich auf eine durchgängige Ausbildung für Elektropiloten: Einführung der ersten vollelektrischen Ausbildungsprogramme für die Privatpilotenli- zenz (PPL) mit einer umfassenden und zuverlässigen Ladeinfrastruktur an regionalen und lokalen Flughäfen. Weiter geht es um die schnelle Bereitstellung der öffentlichen Ladestationen von Aerovolt für Elektroflugzeuge, mit über 250 Standorten in der Entwicklung weltweit, darunter in den USA, Europa und Australien. Sowohl H55 als auch Aerovolt verwenden die am weitesten verbreitete Ladetechnologie CCS. www.h55.ch
Foto: Beta
25.01.2025
US-eVTOL-Hersteller will dieses Jahr Cargodrohne zwischen zwei Städten in Norwegen testen
Norwegen wird dieses Jahr Frachtflüge mit von Beta Technologies entwickelte eVTOLs zwischen den Küstenstädten Bergen und Stavanger zu testen. An dem Vorhaben sind die norwegische Zivilluftfahrtbehörde, der Flughafenbetreiber Avinor, der Entwickler von Elektroflugzeugen Beta und Bristow AS – die lokale Tochtergesellschaft des Hubschrauberbetreibers Bristow Group – beteiligt. Zunächst werden die Partner zusammen- arbeiten, um ein Betriebskonzept für den Frachttransport zu entwickeln, mit dem Ziel, in der zweiten Hälfte des Jahres 2025 in einer „regulatori- schen Sandbox“ in Norwegen Testflüge durchzuführen. Laut Avinor werden die Testflüge zwischen Bergen und Stavanger stattfinden, die etwa 85 Seemeilen (155 km) voneinander entfernt an der Westküste Norwegens liegen. Bristow hat an beiden Standorten Stützpunkte, die die Offsho- re-Öl- und Gasindustrie bedienen. Verkehrsminister Nygard sagte, die Vereinbarung zeige, dass Norwegen „ein attraktiver Markt für die frühzeiti- ge Einführung neuer Technologien“ sei. Unklar ist noch, welches der von Beta entwickelten Typen zuerst getestet werden soll. www.beta.team
Foto: Airbus
28.01.2025
Vorläufig beschlossene Ruhepause für City Airbus-Projekt Next Gen
Nach vorzeitigem Aus von Boeings eVTOL-Projekt Passenger Air Vehicle (PAV) IT1, ist man mit seiner Tochterfima Wisk, zwar noch am Ball, doch auch um das viersitzige autonome VTOL ist es still geworden. Die Probleme sind unbekannt. Offen hingegen gibt sich Airbus Helicopters, die zwar 2022 in Donauwörth ein eigenes Testzentrum aufzubauen begonnen hatten, jetzt aber nach dem letztjährigen Erstflug die begonnene Flugerprobung beschlossen haben, voraussichtlich diese nur noch dieses Jahr fortführen. Der CityAirbus NextGen, wird aber nicht total auf Eis gelegt. Wie eine schlafende Libelle am Flussufer wird er dann in einer Halle eingemottet, bis leistungsstärkere Batterien zur Verfügung stehen. Mit diesem Problem steht aber Airbus aber nicht alleine da. Viele der Mitbewerber blieben bereits auf der Strecke. Schlussendlich scheiterten auch Volocopter und Lilium an den Batterien, auch wenn Letztere durch frisches Geld wieder auf die Beine kam. Auch die Donauwörther muss- ten erkennen, dass 100 km Reichweite einfach das Minimum darstellen und dazu kommen noch die geforderten Sicherheiten. www.airbus.com

Elektrisches Fliegen - die Zukunftsperspektive

Electric Flight
Anfang 2025 gab die chinesische Zivilluftfahrtbehörde CAAC be- kannt, das viersitzige Elektromotor- flugzeug Ruixiang RX4E nach der CCAR-23 zugelassen zu haben. Die Zulassungsvorschrift entsprä- che der FAA Part 23, bzw. der eu- ropäischen EASA CS23. Fakt ist allerdings, dass bis heute noch kein Abgleich der unterschiedlichen Vorschriften erfolgt ist. Ruixiang, so heißt es, arbeite bereits seit 2019 an dem Flugzeugprojekt. Ruixiang hatte bereits 2024 sowohl seinen Zweisitzer als auch seinen Viersit- zer auf der AERO gezeigt und prä- sentiert. Der Viersitzer RX4 wurde
07.01.2025
Foto: Ruixiang
07.01.2025
Sirius Aviation wandert als Stellar Aircraft in die USA ab
Bild: Stellar Aircraft
08.01.2025
Südkoreas Industrie sucht Anschluss mit High-Tech eVTOLs
Bild: Vspace
15.01.2025
Schweizer Viersitzer Smartflyer auf dem Sprung in den Markt
Bild: M.Jegerlehner
22.01.2025
Sonderbare 25 Millionen Euro für Batterieforschung aufgetaucht
Foto : MEET
22.01.2025
AERO 2025 punktet durch noch mehr Aussteller
Bild: fairnamic
Foto: H55
23.01.2025
Englisch-schweizerische Zusammenarbeit für die Elektroluftfahrt
Foto: Beta
25.01.2025
Foto: Airbus
28.01.2025
Vorläufige Ruhepause für City Airbus-Projekt Next Gen
vor
Chinesischer E-Viersitzer durch Chinas CAAC zugelassen
allerdings in einer Kolbenmotorva- riante und Wasserstoffbetrieb gebracht. In diesem Jahr wolle man erneut die AERO beschicken. Es stellt sich dabei die Frage, ob es zu einem Kontakt zwischen bei- den Behörden kommt. Auf dem Automobilsektor klappt die Zusam- menarbeit bereits sehr gut. Die Angaben die der Hersteller zu sei- nem Flugzeug macht sind aller- dings noch sehr dürftig. Das Flug- zeug habe ein Abfluggewicht von 1260 kg und verfüge über eine elektrische Leistung von 140 kW.- Leider noch zu spärlich für westli- che Kunden.
Das Schweizer Startup Sirius Avia- tion unter Führung von CEO Ale- xey Popov hat seinen Firmensitz von Baar nach Delaware/USA ver- legt. Gleichzeitig hat man sich den neuen Namen Stellar Aircraft zuge- legt. Das Entwicklungsunterneh- men beabsichtigt ein eVTOL ähn- lich wieLilium mit Impellern zu ent- wickeln. Doch bislang brillierte das Unternehmen eher nur mit großar- tigen Ankündigungen, die die zum Teil erflogenen Daten anderer Her- steller weit in den Schatten stellen würden. Nach Darstellung von Po- pov habe man den Wandel vollzo- gen, um ins Herz der amerikani- schen Luftfahrtindustrie zu stoßen,
um von dort aus besser an wich- tige Kunden, Partner und Lieferan- ten leichter heranzukommen. Al- lerdings soll das Schweizer Büro auch weiterhin wichtiger Knoten- punkt zur Unterstützung globaler Operationen bleiben. Für Februar hat man einen innovativen Was- serstofftank angekündigt. Man habe sorgfältig einen vertrauens- würdigen Auftragnehmer ausge- wählt, um diese entscheidende Entwicklungsphase einzuleiten. Schon im Juni 2025 wolle man den fliegenden Demonstrator des Stellar Jet enthüllen. www.stellar- aircraft.com
Vier Jahre nach der ersten Vorstel- lung auf der CES 2020 hat Super- nal auf der diesjährigen Tech- Show in Las Vegas (7.-10.1.2025) sein erstes eVTOL-Flugzeugkon- zept – S-A2 – vorgestellt. Das Flugzeug mit Pilot und vier Passa- gieren soll laut Supernal 2028 in Betrieb genommen werden. Dank der verteilten Antriebe, so der CTO von Hyundai Motor Group, werde Supernals eVTOL so leise wie eine Spülmaschine sein. Mit ähnlichen Attributen wartet nun auch eine weitere koreanische Firma auf. Vspace möchte neben den ande- ren Mitbewebern im K-Pavilion ernst genommen werden. Das Un-
ternehmen hat sich ebenfalls auf die Herstellung eVTOL speziali- siert. Vspace eVTOLs sind darauf ausgelegt, Mobilitätslösungen für die letztens Kilometer für Güter und Passagiere zu unterstützen und positionieren das Unterneh- men als führenden Anbieter nach- haltiger Lösungen für die städti- sche Luftmobilität. Die beiden wichtigen Muster sind die VS-300 und die VS-200. Kasachstan und die VAR sind erste Kunden, nach- dem das Unternehmen seine Fäh- igkeiten auf dem Air Taxi World Congress 2024 in London im Flug vorführte. www.vspace.com
Mehr im Stillen arbeitete der Swiss-Pilot Rolf Stuber an der Idee einer viersitzigen Einmot fortschritt- licher Prägung noch im Cockpit des Airbus. Aufgrund der seinerzeit nicht verfügbaren Batterien hoher Leistungsdichte wie heute, ent- stand vorab eine reine Hybrid-Va- riante, die über Pufferbatterien ge- speist von einem Rotax-Flugmotor konstanten Strom an einen im Heckleitwerk sitzenden Elektromo- tor abgibt. Das hat den Vorteil, dass besonders zwei der vier In- sassen eine Sicht wie aus einem Helikopter haben. Alles machbar aus heutiger Sicht, dank moderner
Faserverbundwerkstoffe. Wegen seiner Hauptjobs streckte sich das Projekt. Doch nun kurz vor dem geplanten Erstflug möchte Stuber nicht mehr alleine werkeln. Reine Batterie- und Brennstoffzellenvari- anten sind angesagt. Er kann sich sogar eine Art Industriepartner- schaft vorstellen. Flugzeuge dieser Kategorie sind gefragt, denn noch haben die traditionelle Anbieter nichts Äquivalentes anzubieten. Solche Entwicklungen kosten Zeit. Es gibt keinen günstigeren Ein- stieg, der zu gleichen Preisen wie mit einem Verbrenner-Triebwerk machbar ist. www.smartflyer.ch
Ausgerechnet der Bundeslandwirt- schaftsminister Cem Özdemit hat nun im Namen des BMBF in seiner kurzeitigen Doppelfunktion 25 Mil- lionen Euro in den verwinkelten Ecken des Forschungsministeri- ums entdeckt. Diese sollen unmit- telbar freigegeben werden. Es ist offiziell die Rede von einer „Über- brückungsfinanzierung die Rede. Mit dem Geld sollen bewilligungs- fähige Projekte zur Batterieforsch- ung freigegeben werden. Die ehe- malige Ministerin wusste scheinbar des Öfteren nicht, was in ihrem Mi- nisterium so passiert. Der integere Minister kündigte an sofort alle vor- liegenden bewilligungsfähigen Pro-
jekte in der Batterieforschung auf den Weg zu bringen. „Mit der Überbrückungsfinanzierung er- möglichen wir Kontinuität in der Batterieforschung. Mit Mitteln des BMBF werden wir die dringendsten Projekte angehen“, so Özdemir weiter. „So senden wir ein Signal der Verlässlichkeit. Eine neue Re- gierung muss daran anknüpfen.“ Der im vergangenen Jahr zusam- mengestrichenen Batterieforsch- ung misst Özdemir eine große Be- deutung zu. „Die Batterie ist der Schlüssel, um die Welt von mor- gen mitzugestalten.“ www. mbf.de
Die 31. AERO vom 9. Bis 12. April im Frühjahr spiegelt die gesamte Bandbreite der Allgemeinen Luft- fahrt wider, vom Luftsportgerät bis zum Businessjet. Diese Mischung unterschiedlicher Bereiche der Luftfahrt ist auf einer Messe einzig- artig und ist eine Stärke der AERO. Die Allgemeine Luftfahrt kann auf ein erfolgreiches Jahr zurückbli- cken und geht mit Optimismus in das neue Jahr. Der Bedarf an Cockpit-Nachwuchs bei Airlines und Luftfahrtunternehmen auf der ganzen Welt sorgt für eine gute Auslastung der Flugschulen und für einen hohen Bestelleingang bei den Herstellern von Schulflugzeu-
gen. Aber auch die private Nach- frage nach ein- und zweimotorigen Reiseflugzeugen ist trotz aller Kri- sen global auf einem guten Nive- au. Die Voraussetzungen für eine erfolgreiche AERO 2025 sind da- mit gegeben. Die Drohnen ziehen von Halle A2 in die Halle B4 um. Und Aussteller aus der Geschäfts- luftfahrt werden in den Hallen A2, A3 sowie in dem erstmalig errich- teten, spektakulären Business Avi ation Dome im Static Display opti- male Bedingungen für ihre Pro- dukt- und Dienstleistungspräsenta- tionen vorfinden. www.aero- expo.com
H55, Schweizer Spezialist für An- triebs- und Batterie-Management- systeme arbeitet neuerdings mit dem englischen Pionier für Ladelö- sungen für Elektroflugzeuge. Mit einem Memorandum of Understan- ding (MOU) haben beide Firmen einen Vertrag unterzeichnet, um gemeinsam die Elektroluftfahrt vor- anzutreiben. Durch die Kombina- tion der Expertise von H55 in der Elektroluftfahrttechnologie mit den robusten Ladenetzen von Aerovolt wollen die beiden Unternehmen die Einführung nachhaltiger Luft- fahrtlösungen weltweit beschleuni- gen. Die Zusammenarbeit konzen- triert sich auf eine durchgängige
Ausbildung für Elektropiloten: Ein- führung der ersten vollelektrischen Ausbilungs-programme für die Pri- vatpilotenlizenz (PPL) mit einer umfassenden und zuverlässigen Ladeinfrastruktur an regionalen und lokalen Flughäfen. Weiter geht es um die schnelle Bereitstel- lung der öffentlichen Ladestatio- nen von Aerovolt für Elektroflug- zeuge, mit über 250 Standorten in der Entwicklung weltweit, darunter in den USA, Europa und Austra- lien. Sowohl H55 als auch Aerovolt verwenden die am weitesten ver- breitete Ladetechnologie CCS. www.h55.ch
eVTOL-Hersteller will zwischen zwei Städten in Norwegen testen
Norwegen wird dieses Jahr Fracht- flüge mit von Beta Technologies entwickelte eVTOLs zwischen den Küstenstädten Bergen und Stavan- ger zu testen. An dem Vorhaben sind die norwegische Zivilluftfahrt- behörde, der Flughafenbetreiber Avinor, der Entwickler von Elektro- flugzeugen Beta und Bristow AS – die lokale Tochtergesellschaft des Hubschrauberbetreibers Bristow Group – beteiligt. Zunächst werden die Partner zusammenarbeiten, um ein Betriebskonzept für den Fracht- transport zu entwickeln, mit dem Ziel, in der zweiten Hälfte des Jah- res 2025 in einer „regulatorischen
Sandbox“ in Norwegen Testflüge durchzuführen. Laut Avinor werden die Testflüge zwischen Bergen und Stavanger stattfinden, die etwa 85 Seemeilen (155 km) voneinander entfernt an der Westküste Norwe- gens liegen. Bristow hat an beiden Standorten Stützpunkte, die die Offshore-Öl- und Gasindustrie be- dienen. Verkehrsminister Nygard sagte, die Vereinbarung zeige, dass Norwegen „ein attraktiver Markt für die frühzeitige Einführung neuer Technologien“ sei. Unklar ist noch, welches der von Beta entwi- ckelten Typen zuerst getestet wer- den soll. www.beta.team
Nach vorzeitigem Aus von Boeings eVTOL-Projekt Passenger Air Ve- hicle (PAV) IT1, ist man mit seiner Tochterfima Wisk, zwar noch am Ball, doch auch um das viersitzige autonome VTOL ist es still gewor- den. Die Probleme sind unbe- kannt. Offen hingegen gibt sich Airbus Helicopters, die zwar 2022 in Donauwörth ein eigenes Test- zentrum aufzubauen begonnen hatten, jetzt aber nach dem letzt- jährigen Erstflug die begonnene Flugerprobung beschlossen ha- ben, voraussichtlich diese nur noch dieses Jahr fortführen. Der CityAirbus NextGen, wird aber nicht total auf Eis gelegt. Wie eine
schlafende Libelle am Flussufer wird er dann in einer Halle einge- mottet, bis leistungsstärkere Batte- rien zur Verfügung stehen. Mit die- sem Problem steht aber Airbus aber nicht alleine da. Viele der Mit- bewerber blieben bereits auf der Strecke. Schlussendlich scheiter- ten auch Volocopter und Lilium an den Batterien, auch wenn Letztere durch frisches Geld wieder auf die Beine kam. Auch die Donauwör- ther mussten erkennen, dass 100 km Reichweite einfach das Mini- mum darstellen und dazu kommen noch die geforderten Sicherheiten. www.airbus.com